Wisentgehege

Das Wisentgehege in Hardehausen:

Auf über 170 Hektar Wald- und Wiesenfläche erstreckt

sich das weitläufige Areal des Wisentgeheges Hardehausen.

Neben zwei Wisentherden gibt es noch Tarpan-Pferde, 

Wildschweine und Weißes Rotwild. 

Das Gehege ist ganzjährig geöffnet und der Eintritt ist frei! 

Alle Tiere des Wisentgeheges Hardehausen “bewohnen”

großräumige Gehegeanlagen.

Die Wisente richten sich weder nach den 

Öffnungszeiten, noch nach dem Besucherandrang.

Der Besucher ist Gast bei den Bewohnern der Natur,

deshalb nehmen Sie sich Zeit, die Tiere zu entdecken

und zu bewundern.

 

Lohnenswert ist auf jeden Fall der Besuch des

Waldinformationszentum Hammerhof im Süden

der Gehegeanlage. 

Download Faltblatt Hammerhof (Stand Mai 2011) (294 KB)

Öffnungszeiten Cafe im Hammerhof:

Dienstag - Samstag: ab 14.00 Uhr, Sonntag: ab  9.30 Uhr

 

Download Wandertafel  3 MB

Die Wisentpopulation in Europa gliederte sich in zwei Linien.

Zum einen den Bergwisent und zum anderen den Flachlandwisent.

Der Bergwisent existiert heute nur noch als Mischform mit dem

Flachlandwisent.  In der Wisentzucht unterscheiden wir zwei Linien:

die  „Lowland-Linie“ (oder "Bialowieza-Linie") und die „Lowland-

Caucasian-Linie“, eine Kreuzung aus der Flachlandlinie und dem

Bergwisent.

Der letzte freilebende Wisent wurde in Deutschland 1755

geschossen. Um das größte Landtier Europas nicht aussterben

zu lassen,  wurde 1958 das Wisentgehege von der 

Landesforstverwaltung eingerichtet. Es hat eine Flächengröße

von insgesamt  90 ha, mit 70 ha urwald-ähnlichen Mischwäldern

sowie 20 ha Wiesen und Freiflächen.

Die Nachfahren des letzten reinblütigen Vertreters des

Bergwisents - des Bullen der kaukasischen Unterart

(Nr. 100 „Kaukasus“) - bilden die Flachland-Kaukasus-

Linie (LC). Aus dieser Linie stammen auch die seit

54 Jahren in Hardehausen lebenden Wisente ab.

Jedes reinblütige Tier ist in dem Weltwisentzuchtbuch,

das in Bialowieza/Polen geführt wird, registriert.

Die in Hardehausen geborenen Kälber fangen mit den

Anfangsbuchstaben „Eg“ - das steht für Eggegebirge - an.

So weist der Name eines reinblütigen Wisents auf seine

Zuchtstätte hin.

Westlich des „alten“ Wisentgeheges entstand im Jahre

2004 ein neues, ca. 80 Hektar großes Wisentgehege.

Mit dieser Einrichtung soll ein weiterer Beitrag zum Erhalt

dieser urigen Art geleistet werden. Nachkommen der

reinblütigen Flachlandwisente aus der Flachland-

(oder auchBialowieza-) Linie (LB) bilden den Grundstock

für die zweite, separat gehaltene Wisentherde in Hardehausen.

Im Sommer 2004 kamen  4 dieser Flachlandwisente zu uns

in das neue Eingewöhnungsgatter.

Am 1. Dezember 2006 haben  4 weitere Wisentkühe aus

Polen diese Herde vergrößert. Zwei kamen aus Bialowieza,

und jeweils eine aus Torun, bzw. aus Niepolomice.

Nachkommen dieser Herde werden im Zuchtbuch mit den

Anfangsbuchstaben „EI...“ geführt. Dabei wird der Name

in Großbuchstaben geschrieben. Somit ist im Zuchtbuch

schon an der Schreibweise ersichtlich, ob es sich um ein

Tier der Kaukasus- oder der Bialowieza-Linie handelt!

„EI“ steht in Anlehnung an den Hardehauser Eisenhammer!

Die gleichzeitige Haltung und Nachzucht

beider Wisentlinien in separaten Gattern 

ist in Europa einmalig!


 Auf acht Seiten Informationen über die Gehegeanlage, den Wisent und die anderen Tierarten in Hardehausen erfahren.

Hier geht`s zum Download: Faltblatt Wisentgehege (303 KB)


 

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