2008-2013

Wisent Archiv

alte Zeitungsartikel über die Anfänge des Wisentgeheges Hardehausen von

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Bison archiv

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Waldeckische Allgemeine vom 29.12.2013

 


Neue Westfälische vom 28.12.2013


Westfalen Blatt vom 27.11.2013


Neue Westfälische vom 08.06.2013


Westfalen Blatt vom 30.05.2013


Neue Westfälische vom 25.04.2013


 Westfalen Blatt vom 25.04.2013

 


Westfalen Blatt vom 13.04.2013


Neue Westfälische vom 19.07.2012

 


 

Westfalen Blatt vom 21.04.2012


 Neue Westfälische vom 31.08.2011

 


Westfalen Blatt vom 10.08.2011


Ostsee-Zeitung vom 25.11.2010

/OZ/LOKAL/WLG vom 25.11.2010 00:01
Wisente verlassen Usedom
Drei junge Wisente traten gestern ihre Reise von der Insel in den Teutoburger Wald an.
OZ-Bild
Harte Arbeit nicht nur für Männer: Tierärztin Angela Huhn muss bei jedem der drei
betäubten Wisente die Identitätschips auslesen, Blutproben entnehmen und Haare
für die Gen-Datenbank abschneiden. Foto (2): D. Butenschön

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Prätenow (OZ) — Die zehn braunen Riesen sind an diesem zeitigen Nachmittag besonders unruhig, grunzen immer lauter, laufen an der massiven Einzäunung hin und her. Wittern sie, welches einschneidende Ereignis der Wisentherde im Gehege nahe Prätenow bevorsteht?

Dirk Weichbrodt, der im Auftrag des Naturschutzbundes (NABU) die Usedomer Wildrinder betreut, verneint. Die Unruhe hat einen ganz profanen Grund: „Die Tiere haben seit gestern nichts zu fressen bekommen.“ Was denn, sind die Wisente etwa auf Diät? Nichts davon, der zeitweilige Futterentzug ist Teil einer ausgeklügelten Strategie, die notwendig ist für das, was jetzt hier ablaufen wird.

Es beginnt damit, dass Heino Krannich sein Luftgewehr mit dem ersten Betäubungspfeil lädt. Der erfahrene Wildtiertransporteur aus Groß Oesingen im niedersächsischen Kreis Gifhorn visiert eines der Jungtiere an, kurz danach trifft der Pfeil exakt. Das wiederholt sich noch zweimal, nach etwa zehn Minuten beginnt der erste junge Wisent zu wanken, steht immer unsicherer auf den Beinen, fällt schließlich wie von der Axt gefällt um. In gleichmäßigen Abständen tun es ihm die beiden anderen Tiere gleich.

Die Betäubung der drei Wisent-Teenager ist notwendig, um sie für eine noch an diesem Tage beginnende weite Reise ruhig zu stellen, die sie bis in den Teutoburger Wald führen soll. Doch noch sind sie inmitten der anderen Tiere, die sich, deutlich verunsichert, immer dichter um die bewegungslos am Boden liegenden Herdenmitglieder scharen. Als dann eine Kuh versucht, einem der betäubten Jungtiere mittels ihrer Hörner auf die Beine zu helfen, wird die Situation leicht bedrohlich.

Doch jetzt zeigt sich, dass hungrigen Wisenten, wenn ihnen Futter angeboten wird, selbst Artgenossen egal sind. Dirk Weichbrodt hat nämlich inzwischen das Tor zum benachbarten Gehege geöffnet und lockt mit leckeren Futterrüben. Dem kann schließlich selbst der Bulle nicht widerstehen, die Herde trollt sich dorthin, wo es endlich etwas zu fressen gibt.

So ist der Weg frei zu den drei immer noch tief schlafenden Wisenten. Jetzt muss trotz anhaltendem Schneetreiben und tief aufgeweichtem Boden jeder Handgriff sitzen, denn jederzeit kann eines der Tiere aufwachen, und trotz ihrer Jugend bringt jedes von ihnen schon einige Zentner auf die Waage. Dem könnten selbst mehrere kräftige Männer wenig entgegensetzen. Tierärztin Angela Huhn liest mittels eines Lesegerätes die Identitätschips der Tiere aus, nimmt Blut- und Haarproben, um später den Gesundheitszustand der Jungtiere bestimmen zu können. Zu einer Kraftprobe wird dann, während Heino Krannich immer wieder zu Eile und Vorsicht mahnt, die möglichst schonende Verladung auf den Transportanhänger. Mittels Erfahrung, Muskelkraft und einer Plane wird auch das bewältigt.

Nachdem Krannich jedem der Tiere eine Spritze mit einem Aufweckmittel verpasst hat, das denn auch bald wirkt, ist der Teil der Arbeit, der sich im Prätenower Gehege abspielt, endlich geschafft und in der Herde kann Ruhe einkehren.

Noch am Nachmittag setzt Heino Krannich sein Gespann in Bewegung; vor ihm liegt eine gut zwölfstündige Fahrt bis in den südlichen Teutoburger Wald, wo die Ex-Usedomer in einem 80 Hektar großen Gehege im dortigen Naturpark eine neue Heimat finden werden.

Der gerade mal zweieinhalb Jahre alte Bulle Usedomer kommt dort, nebenbei bemerkt, direkt ins Wisent-Paradies: Er wird der Chef einer zwölfköpfigen Schar von Kühen. Da wird ihm der Abschied von seiner bisherige Herde sicher nicht allzu schwer fallen.

Hintergrund: In freier Wildbahn gab es keinen Wisent mehr
Wisente nach Weltkrieg fast ausgerottet: Als Naturschützer nach dem Ersten Weltkrieg daran gingen, sich anzusehen, welche Schäden das Völkermorden und ebenso die rücksichtslos ausgeübte Jagd an der Tierwelt angerichtet hatten, mussten sie feststellen, dass nicht wenige Arten ausgerottet oder zumindest stark bedroht waren. So ergaben diese Recherchen, dass es in freier Wildbahn keinen einzigen Wisent mehr gab und nur noch ganze zwölf Tiere in Gehegen und Tiergärten übrig waren. Der Zweite Weltkrieg drohte alle bis dahin unternommenen Anstrengungen endgültig zunichte zu machen, denn diesmal waren es mit 56 noch in England, Deutschland und Schweden lebenden Wisenten nicht viel mehr als gut zwanzig Jahre zuvor.

Lage hat sich beruhigt: Den Bemühungen vieler Fachleute und Laien ist es zu verdanken, dass es heute wieder rund 4000 Wisente weltweit gibt. Die Unterart der Tieflandwisente stammt aus einer Herde, die in den 1920er Jahren im Urwald von Bilalowieza ausgewildert wurde, die der so genannten Flachland-Bergwisente geht auf einen einzigen Bullen zurück, der als Kreuzungsprodukt noch Gene des ausgerotteten Kaukasischen Wisents in sich trug.
 


 

Haarproben werden aufbewahrt: Das Herdbuch für die in Europa lebenden Wisente wird im polnischen Nationalpark Bialowieza geführt, was in enger Zusammenarbeit mit der Universität Warschau geschieht. In einer Gen-Datenbank werden hier auch Haarproben von etwa 1000 Tieren aufbewahrt, und dorthin gehen auch die gestern den von Prätenow nach Hardehausen im Teutoburger Wald gebrachten Jungwisenten entnommenen Haarproben.


 

Neuste Entwicklungen: Dass drei Tiere von der Insel Usedom nun ihre neue Heimat im Teutoburger Wald gefunden haben und der zweieinhalb Jahre alte Bulle Chef einer Schar von Kühen wird, ist übrigens Ergebnis von Gesprächen am Rande einer Fachtagung in Kraków. Wenn es mit dem Nachwuchs in der Prätenower Wisentherde weiter so gut wie bisher klappt, könnte sich eine solche „Umsiedlungsaktion“ wie die gestrige in etwa zwei Jahren wiederholen.

Von Dietrich Butenschön
 
 

 Neue Westfälische vom 13.09.2010


Neue Westfälische vom 13.07.2010


Bocholter-Borkener Volksblatt vom 20.07.2010

  Festes Zuhause für alte Knochen

Heimatverein Dingden überlässt Wisentschädel einem Wildgehege
 
 

 
Rainer Glunz (2. v. re.) vom Wildgehege Hardehausen nimmt den Wisentschädel vom Heimatverein entgegen (von links): Hermann Ostendarp, Heinrich Hoffmann, Ulrich Bauhaus und Willi Mümken.
Rainer Glunz (2. v. re.) vom Wildgehege Hardehausen nimmt den Wisentschädel vom Heimatverein entgegen (von links): Hermann Ostendarp, Heinrich Hoffmann, Ulrich Bauhaus und Willi Mümken.
(Foto: Regionalforstamt Hochstift)

 

 
Dingden - Sie haben schon einen weiten Weg hinter sich gebraucht - und viele Jahrhunderte überdauert. Die unzähligen Knochenfunde von prähistorischen Wisents, Mammuts und Rentieren aus der Umgebung Dingdens haben nicht nur den Heimatverein Dingden begeistert, sondern auch viele Fachleute.

Schon 2002 lobten die Knochenforscher aus Münster die Skelettreste. Dr. Klaus-Peter Lanser vom Westfälischen Landesmuseum für Naturkunde lobte damals den Zustand der alten Knochen. Drei Jahre später empfahl er die Wisent-Schädel für die Wanderausstellung „Von Anfang an. Archäologie in NRW“. Und weitere drei Jahre später gingen zwei Schädel an das Regionalforstamt Hochstift bei Warburg. Jetzt hat der Heimatverein Dingden einen dieser Schädel dem dortigen Hardehausener Wisentgehege geschenkt.
 

„Wir sind immer gut unterstützt worden“, berichtet Ulrich Bauhaus vom Heimatverein Dingden. Da sei jetzt eine Gelegenheit gewesen, die Unterstützung zurückzugeben. Denn eigentlich wollte Rainer Glunz, der Leiter des Wisentgeheges, den Schädel kaufen. Schon 2008 stellte der Heimatverein dem Gehege zwei Schädel für eine Ausstellung zur Verfügung. Damals feierte das Wisentgehege sein 50-jähriges Bestehen. Aber natürlich würde der Schädel auch auf Dauer gut zum Wisentgehege passen, und so schlug Glunz vor, einen Schädel zu kaufen.

Geld wollte der Heimatverein aber nicht haben, schließlich habe man die Schädel - vier davon wurden 2002 bei der Abgrabung im Rissensee gefunden - auch gestiftet bekommen. Deswegen überließ der Heimatverein dem Wisentgehege den Schädel kostenlos. Der soll jetzt in einer Dauerausstellung im angeschlossenen Waldinformationszentrum Hammerhof gezeigt werden.

Glunz ist von dem „wertvollen Geschenk“ begeistert. Immerhin ist der Schädel des Steppenwisents 20000 Jahre alt. Der Bison priscus „war ein schwergewichtiger Vorfahre unseres heutigen Wisents“, berichtet der Leiter des Geheges. Die Spitzen der Hornzapfen stehen 1,13 Meter auseinander. Heutige Wisents bringen es auf einen Abstand von einem halben Meter. Das alte Steppenwisent, das kurz nach der letzten Eiszeit ausgestorben ist, war also sehr viel größer als seine heutigen Nachfahren.
      VON STEFAN PINGEL


 

 

Westfalen Blatt vom 17.04.2010


Selbst ist der Mann _ Ausgabe März 2010


Neue Westfälische vom 03.02.2010

          


Neue Westfälische vom 30.01.2010


 Westfalen Blatt vom 02.01.2010

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Weg & Fähre, Dezember 2009 / Januar 2010

Weg & Fähre, Dezember 2009 / Januar 2010

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 Neue Westfälische vom 21.03.2009


 Westfalen Blatt vom 21.03.2009

  


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Westfalen Blatt vom 04.06.2008 

     


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Westfalen Blatt vom 02.04.2008

   


 

 

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